Freitag 15 Februar 2019

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Kriegsenkel-Generation?

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Suchen Sie nach Antworten auf die Frage, was in Ihrer Herkunftsfamilie los ist?
Handelt es sich für Sie um ein "irgendwie schwer fassbares" Thema?
Gibt es in Ihrer Familie mehr als nur ein Tabu; Dinge, über die nicht gesprochen werden darf; Menschen, die "irgendwie nicht erreichbar" sind?

Auch wenn das Ende des 2. Weltkrieges inzwischen 70 Jahre her ist... der Krieg hat Spuren in den Menschen und den Generationen hinterlassen.
In Deutschland leben

  • noch eine kleinere Anzahl von Menschen, die den Krieg als Soldat, Kindersoldat oder als - junge - Erwachsene erlebt haben und dabei vielfach traumatisiert wurden
  • eine zahlenmäßig umfangreichere Generation, die den Krieg und die direkte Nachkriegszeit als Kinder erlebt und vielfach Verlust ihrer Heimat, Zerstörung, Flucht, Hunger oder weitere Traumatisierungen erfahren hat ("Kriegskinder"-Generation)
  • eine grössere Generation, die von den vorgehenden Generationen aufgezogen wurde ("Kriegsenkel"-Generation), das erlebte oder selbst verübte Grauen aus der eigenen Familie scheinbar "nicht mitbekommen" (oder nie davon erfahren) hat und doch - auch seelisch - die Auswirkungen dessen mittragen musste
  • die nachfolgenden Generationen, die wiederum an den Lasten der nicht aufgelösten, nicht "anerkannten" Themen der vorhergehenden Generationen "tragen"
  • Menschen, deren Familien in zwei sehr unterschiedlichen politischen Systemen in Deutschland aufgewachsen sind, u.a. mit jahrzehntelangen Erfahrungen in einem totalitärem System in mehreren Generationen.
  • Menschen und deren Nachkommen aus anderen Kulturkreisen
  • von nachfolgenden Kriegen (z. B. Balkanstaaten, Syrienkrieg) Betroffene und deren Nachkommen

Durch die aktuelle politische Situation ist seit den 90ern ein neuer Strom an Flüchtlingen (aus den Balkanstaaten, Osteuropa, Nordafrika und Syrien/Nahost) - insbesondere aus Kriegsgebieten - nach Europa und auch nach Deutschland gekommen. Die Menschen, die hier Sicherheit suchen, haben z.T. Traumatisierungen erfahren, die vergleichbar sind mit der Situation von Flüchtlingen in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg.
Das Thema Trauma und mögliche langfristige Auswirkungen traumatischer Ereignisse kann also alle der oben beschriebenen Gruppen betreffen.

Vielfach arbeite ich mit Angehörigen der "Kriegsenkel-Generation", aber auch der "Kriegskinder-Generation". Hierbei kommen Methoden wie Klopfakupressur (Tapping) und erweiterte Klopfakupressur-Verfahren wie Matrix Reimprinting oder eine Kombination mit EMDR zum Einsatz, unter Berücksichtigung sogenannter "systemischer" Verbindungen, d.h. verbindenden Themen innerhalb der eigenen Generationenlinie. Indem wir uns diesen übergreifenden emotionalen Themen, die sich auf prägende Weise durch mehrere Generationen ziehen können, auf mitfühlende Weise zuwenden, kann es uns gelingen, die belastenden Anteile davon "zu erlösen".


 

Mein Dank gilt den zahlreichen Veröffentlichungen, die in den letzten beiden Jahrzehnten diese Themen zunehmend in die öffentlichen Wahrnehmung gehoben haben. Exemplarisch möchte ich hier die Veröffentlichungen von Frau Sabine Bode, Frau Bettina Alberti, Herrn Jürgen Müller-Hohagen und Frau Alaxandra Senfft nennen sowie eine grosse Anzahl wegweisender Veröffentlichungen aus dem Bereich der Traumaphysiologie und -therapie, wie z. B. von Bessel van der Kolk, Peter Levine, Robert Scaer und Bruce Perry.

Fachkreise können bei mir eine Dokumentation der Behandlung einer Dame ("Anna-Lena und...", Teile 1-3) aus der "Kriegskinder-Generation" anfordern.

Film (kanadische Produktion) zur Behandlung US-amerikanischer Veteranen mit Methoden der "Energetischen Psychotherapie" OPERATION: Emotional Freedom The ANSWER

Individuelle Therapie und Beratung - wie sieht das aus?

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